Sich selbst lieben lernen: Wie willst du in etwas hineinwachsen, was du längst bist?
Dass man da nicht sofort hineinwächst, ist mir ganz klar. Obwohl du es ja eigentlich schon bist.
Und genau das ist ja sowieso das Mysterium an der ganzen Sache: Wie willst du in etwas hineinwachsen, was du längst bist?
Du hast es nur vergessen. Daran erinnere ich dich heute.
Denn genau darum geht es nicht: dass du erst irgendwann genug bist, irgendwann vollständig bist, irgendwann wertvoll genug bist. Sondern darum, zu erkennen, dass du es längst bist. Dass du nicht erst eine bessere, schönere, erfolgreichere oder geheiltere Version von dir werden musst, um deinen Wert zu haben.
Du bist nicht auf dem Weg, erst irgendwann die Vollversion zu werden.
Du hast das Komplettpaket bereits.
Also benimm dich auch so.
Wie lerne ich mich selbst zu lieben, wenn ich das noch gar nicht fühlen kann?
Viele fragen sich: Wie lerne ich mich selbst zu lieben, wenn sich das gerade noch gar nicht echt anfühlt?
Die Antwort ist unbequem und gleichzeitig befreiend: Du musst nicht warten, bis es sich sofort natürlich anfühlt. Dass man da nicht von heute auf morgen hineinwächst, ist klar. Aber du musst verstehen, dass du nicht in deinen Wert hineinwächst wie in etwas Fremdes. Du erinnerst dich an etwas, das längst da ist.
Genau deshalb beginnt sich selbst lieben lernen nicht erst mit einem Gefühl. Es beginnt mit einer Haltung. Mit einer Entscheidung. Mit einem anderen Blick auf dich selbst und auf das Leben.
Selbstwertschätzung trainierst du, indem du mehr Wertschätzung ins Außen gibst
Die Frage ist dann natürlich: Wie fängst du damit an?
Indem du Wertschätzung trainierst. Indem du dir antrainierst, wertzuschätzen. Denn hier geht es ja um Selbstwertschätzung.
Und diesen Wert trainierst du dir an, indem du mehr Wertschätzung ins Außen gibst.
Das klingt erstmal einfach, ist aber tief. Denn über deinen Blick auf die Welt formst du auch deinen Blick auf dich selbst. Wenn du überall nur Mangel siehst, nur Fehler, nur Nutzlosigkeit, dann wird es schwer, in dir selbst plötzlich etwas ganz anderes zu erkennen.
Wenn du aber anfängst, Wert zu sehen, schulst du dich darin, Wert überhaupt wahrzunehmen. Und irgendwann schließt das dich mit ein.
Sich selbst lieben heißt auch, das Leben im Außen zu achten
Ich zum Beispiel wertschätze jeden einzelnen Grashalm. Ich würde den nicht einfach so abreißen.
Für mich wäre das auch eine Red Flag im Freundeskreis oder bei einem Date, wenn das jemand machen würde. Einfach so Blätter vom Baum abreißen oder einfach sinnlos Müll in die Natur schmeißen. Das geht gar nicht.
Warum? Weil es für mich nicht nur um Benehmen geht. Es zeigt eine Haltung. Es zeigt, wie jemand auf das Leben blickt. Wie jemand mit etwas umgeht, das einfach da ist. Ob jemand nur dann Wert erkennt, wenn etwas laut, nützlich oder spektakulär ist – oder ob jemand auch das Kleine achtet.
Und genau da beginnt auch sich selbst lieben: nicht nur in großen Worten, sondern in echter Wertschätzung. Im Umgang mit dir, mit anderen und mit dem, was lebt.
Wie liebe ich mich selbst? Indem ich Wert erkenne
Die eigentliche Frage ist doch: Warum ist der Grashalm denn was wert?
Für mich allein deshalb, weil er da ist. Das wird schon seine Bestimmung haben. Er ist nicht zufällig da. Er muss sich seinen Platz nicht erst verdienen. Er muss nichts beweisen. Er ist da – und das reicht.
Und genau das gilt auch für dich.
Wenn du dich also fragst, wie liebe ich mich selbst, dann fang genau hier an: Hör auf, deinen Wert nur an Leistung, Funktionieren oder Perfektion zu knüpfen. Fang an zu verstehen, dass dein Wert nicht erst entsteht, wenn du etwas Besonderes tust.
Du bist da.
Du atmest.
Du lebst.
Du bist es wert.
Wie kann ich mich selbst lieben, ohne mich ständig beweisen zu müssen?
Viele tragen innerlich die Frage: Wie kann ich mich selbst lieben, wenn ich mich mein Leben lang über Leistung definiert habe?
Indem du verstehst, dass du deinen Wert nicht erschaffen musst. Du musst ihn nicht erarbeiten. Du musst ihn nicht beweisen. Vielleicht geht es gar nicht darum, deinen Wert aufzubauen. Vielleicht geht es darum, dich wieder daran zu erinnern.
Daran, dass du längst bist, was du suchst.
Daran, dass du nicht erst hineinwachsen musst in etwas, das schon in dir angelegt ist.
Daran, dass du nicht die abgespeckte Gratis-Version bist, die irgendwann vielleicht mal zur Vollversion wird.
Nein.
Die Vollversion gibt es nicht gratis. Und du hast das Komplettpaket.
Lernen, sich selbst zu lieben, beginnt nicht im Kopf, sondern im Alltag
Viele wollen alles erst komplett verstehen. Sie analysieren sich, reflektieren, denken nach und hoffen, dass irgendwann der Schalter umgelegt wird.
Aber lernen, sich selbst zu lieben ist nicht nur ein Gedanke. Es ist etwas, das du lebst.
Es beginnt im Alltag.
In deinem Blick.
In deinem Umgang.
In deiner Sprache.
In deiner Achtung.
Nicht mehr achtlos zerstören, wegwerfen, kleinmachen. Nicht im Außen und nicht bei dir selbst.
Sich selbst zu lieben heißt, sich nicht länger wie weniger zu behandeln
Die eigentliche Arbeit ist deshalb nicht, jemand anderes zu werden.
Die eigentliche Arbeit ist, aufzuhören, so zu leben, als wärst du weniger.
Sich selbst zu lieben heißt nicht, sich perfekt zu fühlen. Es heißt auch nicht, jeden Tag begeistert in den Spiegel zu schauen. Es heißt erstmal, dich nicht länger so zu behandeln, als müsstest du dir deine Daseinsberechtigung verdienen.
Du bist nicht zu wenig.
Du bist nicht nur fast da.
Du bist nicht erst später wertvoll.
Du bist es jetzt.
Fazit: Sich selbst lieben lernen heißt, dich zu erinnern
Vielleicht wächst du nicht in deinen Wert hinein. Vielleicht erinnerst du dich nur endlich daran.
Vielleicht ist genau das das Mysterium: Dass du die ganze Zeit werden wolltest, was du längst bist.
Deshalb sage ich es dir nochmal ganz klar:
Du bist wertvoll. Viel wert. Allein, weil du da bist. Allein, weil du atmest.
Du bist es wert.
Und genau so fängt es erstmal an.
Und wenn du merkst, dass du zwar schon viel verstanden hast, aber an manche blinde Flecken alleine trotzdem nicht rankommst, dann ist der Spiegelblick für dich da.
Im Spiegelblick schauen wir nicht nur auf dein Gegenüber, auf das, was er fühlt und denkt, sondern auch auf deine letzten blinden Flecken. Denn manchmal zeigt dir nicht nur das Innen, sondern auch das Außen, was du selbst noch nicht ganz sehen kannst.
Wenn du den Spiegelblick als Videobotschaft buchst oder ein 1:1 Reading wählst, bekommst du von mir hilfreiche Tipps, klare Impulse und ehrliche Spiegelung.

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